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In der neuen Ausgabe der AStA-Zeitung besfindet sich auf den Seiten 18 und 19 einiges, das auf der Titelseite mit „Eklat - Kunkel im IG Farben-Haus“ angekündigt ist. Die Campus-Kulturseiten wurden um einige interessante Artikel erweitert, aus denen ich Euch einmal die schönsten Schmankerln zitieren will.

[Und für die ganz eifrigen: Das folgende sind Zitate. Das heißt, das ist Text, den jemand anderes geschrieben hat - irgendwo darüber und darunter befindet sich meistens auch ein Hinweis auf den ursprünglichen Verfasser. Oder eine Fußnote - das sind diese lustigen kleinen Zahlen, die oben hinter den Zitaten stehen. Ein Zitat habe also nicht ich gesagt. Nur, daß uns das nicht wieder passiert. Ich meine, bei der Rundschau anrufen müssen und sagen, daß da was in der Pressemeldung steht, was so nicht stimmt und der Journalist doch lieber streichen soll. Und weil es Zitate sind, sind auch Fehler drin - die hab ich alle mal schön dringelassen. Von wegen the Selbstdemontage, you know.]

Die Freunde der Endstufe
„Kulturzentrum“ bastelt an der „Neubesetzung“ des IG Farben-Hauses

„Mit oben genannter, die Verbrechen des Nationalsozialismus relativierenden Satzkonstruktion, lud also das KuZ an „Führers hundertfünfzehntem“ ins IG Farben-Haus, um hier gemütlich über die „Endstufe“ zu kunkeln. Schlimm genug Kunkel überhaupt ein Forum zu bieten, dass es gleich an Hitlers Geburtstag und dazu noch im IG Farben-Haus sein musste, setzt der Opferverhöhnung die Krone auf. Die kritischen Nachfragen der angereisten 3Sat-Journalisten waren demnach mehr als berechtigt. Auch daß im FAZ-Feuilleton panisch gefragt wurde, warum keine „Antifa-Gruppe das Podium besetzt [...] hätte“, wundert nicht.
Die KuZler/innen jedoch lassen sich so leicht nicht von ihrem rechten Weg abbringen: Direkt nach der Veranstaltung postet eine der „Teammembers“ ihre Version des Ablaufs der Veranstaltung in ihrem Weblog (gig.antville.org), deren Inhalt ein Thema für sich ist. In ihrer Darstellung stilisiert sie sich zum Opfer einer medialen Verschwörung und solidarisiert sich offen mit Kunkel, den beide wurden angeblich von „Gutmenschen angegriffen und diffamiert“. Die 3Sat-Reporter, die für die Sendung Kulturzeit über die makabre Veranstaltung berichten wollten, werden als „Schmuddel-Journalisten“ beschimpft. [...]
Sie ist sich auch nicht zu schade, in ihrer Darstellung das Vokabular der Neuen Rechten, das von neofaschistischen Zeitungen wie der Jungen Freiheit verwendet wird, wortgetreu zu benutzen. Geschichtsbewusste Menschen, für die Kunkels Ausfälle keine „Melange unterschiedlicher Begehrlichkeiten“ (KuZ-Ankündigung), sondern schlicht und einfach revisionistischer Müll sind, werden als „Denkverweigerer“ denunziert - Horst Mahler hätte es nicht schöner ausdrücken können.“
Verfasser: Referat für Kritische Wissenschaft

[Witzig, das. Meine Solidarisierungserklärung mit Kunkel hab ich in meinem Text vergeblich suchen müssen. Ebenso die "Gutmenschen" und die "Schmuddel-Journalisten". Es sei denn, man hat von oben erklärtem Zitat-Prinzip noch nichts gehört.
Aber bei einem Universitätsstudenten, der ein aufwandsentschädigtes Referat innehat, das die Verblendungszusammenhänge um uns rum mal ganz kritisch und natürlich wissenschaftlich durchleuchten will, kann man die Beherrschung der korrekten Zitierweise natürlich nicht voraussetzen. Kann ja nicht jeder alles wissen.
]

Thor auf, Vorhang zu!
„Eine Entschuldigung bei allen, die über Kunkels „Sadiere uff des Dridde Reisch“ (O-Ton eines Diskussionsteilnehmers bei der KuZ-Veranstaltung) und deren Inszenierung am 20. April im IG-Farben-Haus, so gar nicht lachen können, steht weiterhin aus. Dass die Kunkel-Lesung schließlich bei geschlossenen Vorhängen stattfand, um missliebigen PresseverteterInnen den Zublick zu verwähren, wie man dies sonst nur bei DVU-Parteitagen und ideologisch ähnlich gelagerten Veranstaltungen erleben muss, ist nur ein weiteres, unschönes Detail in dieser Schmieren-Oper.
Nachdem der Abdruck des KuZ-Artikels „Nachlese. Zur Lesung mit Thor Kunkel“ [Eine Kurzversion des Blog-Eintrags, Anm. Andrea] zunächst von den VeranstalterInnen selbst gefordert wurde, wird er uns nun untersagt, seit klar ist, dass er nicht unkommentiert bleiben würde. So viel also zum Thema „Diskursverweigerung“. Mein Original-Kommentar [mit nur ein paar klitzekleinen Änderungen, ich weiß - Anm. Andrea] ist im Folgenden dennoch dokumentiert, der Wahrheit zu liebe.“

Das KuZ als Röhrenverstärker der Endstufe.
Ein Borderline-Diskurs.

„In seinem neuesten Pamphlet (dessen Abdruck uns wohl aus taktischen Erwägungen in letzter Minute untersagt wurde) stimmt das Kulturzentrum mit ein, in den Kunkel Sing-Sang, in dem antifaschistisch gesinnte Kultur-RedakteurInnen und sog. „Gutmenschen“ nur noch als hysterisch getriebene „Gralshüter der kulturellen Hegemonie“ wahrgenommen werden. Dass es sich bei dieser angeblichen „kulturellen Hegemonie“ um nichts anderes handelt, als den antifaschistischen Minimalkonsens, der im Zuge der Re-education nach 1945, mit Hilfe der Alliierten, Eingang in den vom Nationalsozialismus verblendeten und instrumentalisierten, deutschen Wissenschaftsbetrieb fand, findet natürlich keine Erwähnung, ebenso wie die Tatsache, dass Kunkels Buch sein Publikum längst gefunden hat: Am rechten Rand unserer Gesellschaft.
[...]
Wenn das KuZ und Thor Kunkel dieser [d.h. rechten]Lesart, der Endstufe“ nicht wissentlich Vorschub leisten wollen, so wäre eine radikal selbstkritische Auseinandersetzung mit den möglichen fatalen Folgen der eigenen Praxis, unerlässlich.
So jedoch, bleibt eine eindeutige, glaubhafte Distanzierung von den Neu-Rechten Begeisterungsstürmen aus, ebenso wie eine Entschuldigung bei all denen, die sich von der Pietätlosigkeit und Unverfrorenheit der Veranstaltung am 20. April und deren unsäglichem Ankündigungstext verhöhnt und in ihrer Würde verletzt fühlen. Im Gegenteil: In den neuerlichen, infam-infantilen Ausführungen der sich als chronisch-missverstanden gerierenden KuZ-Truppe wird weiter auf die eigene Opferrolle gepocht und das Einräumen von Fehlern tunlichst vermieden.

Wir bleiben dabei: Keinen Fuß breit den Faschisten! Antisemitismus und Rassismus den Nährboden entziehen! Den antifaschistischen Minimalkonsens verteidigen, die revanchistische Verklärung der deutschen Geschichte unmöglich machen!“
Verfasser: Matthias Bayer

Des weiteren hat der AStA sich nicht gescheut, kostbare studentische Gelder für den Abdruck der FAZ-Lesungsbesprechung, der Radisch-Kritik in der Zeit und den letzten Absatz des Textes von der Kulturzeit-Homepage lockerzumachen.
Meine Herren, soviel Abtippens, und ich fall auch schon in diese Flugblatt-Prosa: „Des weiteren nicht gescheut“, Himmel, was schreib ich da? Das muß ansteckend sein.

Ich werde mich selbstverständlich bemühen, auch weiterhin in meinem berühmten infam-infantilen Horst-Mahler-Duktus, selbstverständlich hier und da garniert mit etwas Vokabular der Neuen Rechten, zu bloggen. Dafür liebt ihr mich doch. Gebt‘s doch zu.

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Mein Leben fühlt sich gerade an wie eine Medien-Uni-Realsatire. Was los ist, berichtet die Rundschau, zumindest in groben Zügen. Leider ist das hübsche Bild nicht dabei. Wir sollten alle mal betroffen gucken, so ein bißchen enttäuscht, sagte der Fotograf und Guido schob die Unterlippe vor und sah herzzerreißend bedröppelt aus.

Zitat:
"An der Johann Wolfgang Goethe-Universität droht ein Streit zwischen Kulturzentrum und AStA zu eskalieren. Grund für die Auseinandersetzung ist eine Lesung des umstrittenen Autors Thor Kunkel. Das Studentenparlament debattierte gestern den Vorschlag des AStA, dem Kulturzentrum den Geldhahn zuzudrehen."
Zitat Ende.

Ach ja. Nun ist er erstmal zu, der Geldhahn. Wenn wir nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen einige Bedingungen erfüllen, unter anderem ein Bauernopfer ausliefern. Man will meinen Kopf. Was wollen die nur damit? Mit so einem Sturschädel können die eh nix anfangen.

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Ausstellung "Das große Fressen"
Palmengarten Frankfurt

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Irgendwann einmal habe ich mir geschworen, keine Ich-fühl-mich-nicht-wohl-Texte zu posten. Und dann kommt man an den Punkt, an dem einem alles egal wird und seine eigenen Schwüre mal temporär ignoriert. Dann hat man den Hals einfach nur sowas von gestopft voll, daß man weiß, entweder ich schreib jetzt was, egal was, oder ich geh jetzt raus und baller den Typen um. Dann hängt einem das Würgen im Hals, obwohl man genau weiß, der ist es eigentlich nicht wert, der ist einfach nur dumm. Klein und dumm und profilneurotisch, daß er es nötig hat, andere Leut niederzumachen, obwohl er eigentlich jemand anderes meint und ganz ureigentlich meint er wohl sich selbst. Das weiß man, oder man sagt es sich jedenfalls so her, weil man es schon so oft gehört hat, wenn andere einen zu beruhigen versuchen.

Man bekommt Mails, denn das Böse kommt ja heute oft per Mail. Entweder ein paar Zeilen, von jemandem ins weiße Kästchen getippt, und man denkt sich, wie war der denn drauf, als er das ins weiße Kästchen getippt hat? Hatte der wirklich mein Bild vor Augen, oder eine Vorstellung meiner Person, als er das getippt hat? Was für ein ungeheuerliches Bild muß ich denn abgeben, daß ich Leute zu sowas veranlasse?

Oder das Böse kommt per angehängter Datei, ein bißchen weniger direkt, aber dafür umso offizieller. Ein Artikel, zum Beispiel, oder eine Internet-Seite. Fertig layoutet, das heißt, jemand hat sich auch noch die Mühe gegeben das zu überarbeiten. Das ist dann nicht einfach so im Affekt hingetippt, da hat nochmal jemand drübergelesen oder zumindest eine Nacht drüber geschlafen. Solche Dokumente sind meist kälter und distanzierter, die Wirkung aber ähnlich, denn hier gibt es keine mildernden Umstände. Das, was da steht, ist so gemeint.

Dann überlegt man ganz kurz, ob man irgendwelche Anwälte kennt (nein), rechtsschutzversichert ist (leider auch nein) und dann läßt man die Klageidee ganz schnell wieder fallen. Das will man sich ja nicht auch noch ans Bein ketten, man hat ja so schon genug zu tun. Zumal solche Typen es ja eh nicht wert sind, die sind ja nur ... und so weiter. So sagt man sich sein Mantra runter und bemüht sich, es zu glauben.

Dann geht einem langsam die ganze Ungeheuerlichkeit auf. Der Ekel entfaltet seine große, prächtige, nach Aas stinkende Blüte. Das kann doch nicht sein, und dann auch noch anonym.
Und was man auch weiß, ist: Man ist eigentlich nicht gemeint. Das ist das ungeheuerliche. Wenn der mich schon so angeht, obwohl er eigentlich jemand anderes meint - zu welchem Haß ist eine solche Person eigentlich noch fähig?

Eigentlich hat man den Kopf voll mit einem Referatsthema, oder noch verschärfter: Mit dem Thema der Magisterarbeit, die man im Rahmen eines Kolloquiums vorstellen soll. Man hat den ganzen Tag im Hof gesessen, das Wetter war warm, die Kübelpflanzen blühten und um halb drei rief Nicole an, ob sie mir nen Döner mitbringen soll. Mittagessen frei Haus. Es ging prima voran, die Sekundärliteratur gab viel her, und das Leben war noch in Ordnung. Und nun kommt so wer daher und bricht in meinen Abend ein und will mir den letzten Nerv rauben. Schon drängt und schiebt es im Kopf, und die Magisterarbeit fühlt sich an den Rand gequetscht. Man muß Zeit investieren. Man muß Nerv investieren. Die ich nicht habe, nicht hergeben will. Meine Zeit. Meine Nerven.

Dabei weiß man ganz genau, daß man grob und vermutlich absichtlich mißverstanden wurde. Man müßte sich eigentlich hinsetzen, und das Satz für Satz auseinanderpfriemeln. Aber es würde vermutlich abprallen an ihm, weil er das hört, was er hören will, das liest, was er lesen will.

So hänge ich jetzt da, matt und schlaff. Traue mich nicht aufregen, weil ich weiß, daß ich damit besser gar nicht erst anfangen sollte. Kostet zuviel Energie. und überhaupt sind solche es ja gar nicht wert ... s.o. Weiß nicht, was jetzt klug ist. Klappe halten und still sein kann auch nach hinten losgehen. Egal, was man macht, es kann alles falsch sein.

Dann liest man nochmal den letzten Abschnitt und tut sich leid und denkt sich, das ist ja widerlich, wieviel Selbstmitleid du aufbringst. Mann, wie du dich hier stilisierst, diese empfindsam-melancholische Posiererei. (Und dann auch noch selbst beschimpfen, fishing for compliments nennt man das. - Und damit beißt sich die selbst-denunziatorische Katze in den Schwanz.)
Der hat vielleicht nicht unrecht ... nein, das kann ich jetzt nicht zu Ende denken. Selbstmitleid bringe ich ja auf, aber zu soviel Selbstekel bin ich nicht fähig.

Dann muß man irgendwie wieder da raus kommen. An was anderes denken. Mordgedanken verwerfen. Exilgedanken verwerfen. Irgendwie wieder Anschluß finden an den Tag, wie er war, bevor man die Mail bekommen hat. Was wollte ich noch tun? Tee kochen. Duschen (lauwarm). Gucken, ob die Ahornsämlinge gegossen werden müssen. Lesen (erfreuliches). Auf den Publish-Button drücken. Will man das wirklich?
Ja.
Scheiß drauf.
Mein Blog.
Sag ja zur Selbststilisierung.

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'einen hab ich noch'


hi,hi; kleiner Witz!wo geht's denn hier nachKönnen! , vor LACHEN!Übrigens mein Physiklehrer hatte noch den Witz auf Lager:Kunst kommt von Können und nicht von Wollen,sonst würde es Wulscht heißen! heiß, heiß, heiß...Ich wünsch Dir noch einen schönen Tag, Andrea.Bis denne,Hans  ...
[hadephy am 29.01.17 23:39]

For the (holy) sake of Fun! (or: just for Fun)


Mir is was zur Aufheiterung eingefallen, das ich Dir nicht vorenthalten möchte.Das Wär mal angebracht (Ne: nicht der Griff zum Wegschmeißen, Außer: Rofl!, he, he)(echt Der Bringer!, respektive the Burner! on three Cookies!, he, he)(kurz gesagt:J.oke W.ith A.nnouncement!):Das fragsch Du... ...
[hadephy am 01.01.17 20:24]

American Standard wisdom: "I don't feel sorry For you"


And I would conclude with some wisdom of my own, "well": 'Life isn't That complicated!'The most important goal then would be to have an appreciable agenda over the daytime!First a ball ( or what did Ms. Sanchez-Vicario say? :-) )... ...
[hadephy am 10.12.16 16:05]

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Schreiben ist kein Hobby, es ist die Zeit in der uns unsere Gedanken nicht zufrieden stellen können. Es ist der Moment in dem wir nach unserem Glück Ausschau halten und versuchen, den Steckbrief unserer Wünsche zu formen. Und geben wir... ...
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