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Politik in Hessen ist vieles – meinetwegen unterhaltsam, grotesk oder schlimme Realsatire – aber erfreulich ist sie nicht.

Da wird also ein Gesetz beschlossen, die Abschaffung der Studiengebühren, und das gegen den Willen des geschäftsführenden Ministerpräsidenten. Weil man den geschäftsführenden Ministerpräsidenten ganz gut kennt, kann man sich ja denken, daß er vermutlich alles tun wird, um das irgendwie zu torpedieren. Es kommt also, wie es kommen muß, Koch verweigert die Unterschrift, und zwar wegen einer Unterlassungssünde: Der wichtigste Satz fehlt, nämlich der Satz, in dem drinsteht, daß die Studiengebühren abgeschafft werden. Natürlich hat Koch das gewußt, und natürlich hat er nichts gesagt.

Jetzt ist bei der linken Mehrheit die Aufregung groß. Koch trickse und täusche, heißt es. Aber Entschuldigung mal, wie kann denn sowas passieren, daß da einfach das wichtigste fehlt an so einem Gesetz? Der Satz, worum es überhaupt geht? Die Kernaussage, quasi?

Grünen-Chef Tarik Al-Wazir gibt an, der Satz sei vorher da gewesen, dann aber "bei der Übertragung elektronisch verschwunden". Elektronisch verschwunden? Wie Diplomarbeiten kurz vor der Abgabe? Referate kurz vor dem Termin? Beim Kopieren von Textpassagen sei das passiert. So ein Gesetz ist ja auch nur ein Word-Dokument, bevor es druck- und spruchreif wird.

Er verstehe nicht, sagte Al-Wazir, warum Koch "immer wieder alles dafür tut, an seinem Image zu arbeiten, dass man, wenn man ihm die Hand gegeben hat, nachher alle Finger durchzählen muss". Ähem – wer hat nicht mehr alle Sätze im Gesetz? Wer hat mal eben die Kernaussage verschlampt? Ich finde Kochs Nehmermentalität ja auch eher unschön, aber das beiläufige Verschlampen von Textpassagen nicht minder beunruhigend. Auch wenn es dem totalen Speicherwahn etwas angenehm orkushaftes entgegenstellt.

Ganz besonders putzig finde ich in diesem Zusammenhang ja die Darmstädter SPD-Frau Dagmar Metzger. Metzger, laut der Bild-Zeitung Deutschlands couragierteste Politikerin, weil sie Ypsilanti nicht gemeinsam mit der Linken zur MP wählen wollte, macht Kochs Verhalten sehr nachdenklich. Das sei ja ein Wortbruch gewesen. Und nimmt sich vor: "Ich werde jetzt die CDU genauso beobachten wie die Linke." Wenn sie das nicht spätestens seit der Schwarzgeldaffäre tut, dann fragt man sich ja schon, wo die Frau in den letzten zehn Jahren eigentlich geistig und körperlich gewesen ist – anwesend jedenfalls nicht.

Und man fragt sich, womit man das eigentlich verdient hat, daß man die Wahl hat zwischen kaltblütiger Skrupellosigkeit (Regierung, geschäftsführend) und planloser Amnesie (Opposition). Kann es da nicht irgendwie noch einen Mittelweg geben, den ich bei der nächsten Wahl ankreuzen könnte?

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Mein Beileid. Das ist kaum mit anzusehen.

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Ja. Man möchte aus der Demokratie austreten bei solchen Meldungen.

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Der Mittelweg wäre dann die kaltblütige Amnesie.

Macht einen schon stutzig - liest denn keiner, worüber er abstimmt? Daumen-Demokratie 'wird schon stimmen irgendwie'. Bei solchen Vorlagen darf man sich nicht wundern, dass Herr Koch mit dem nassen Lappen dreinschlägt. Man kann sich förmlich vorstellen, wie er fröhliche, kleine Tänze um seinen Schreibtisch macht.

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Planlose Skrupellosigkeit vielleicht?

Naja, am Ende hat er nur bewirkt, daß die Damen und Herren Abgeordneten in den Sommer hinein nachsitzen müssen. Ob er sich damit viele Freunde gemacht hat, wage ich anzuzweifeln.

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es sollen Word-Dateien gewesen sein. MS! Das wird es sein.

Und es ist bitter, dass es nicht CSV oder sowas gibt für Politiker.
Versionsvergleicher.

Aber die haben alle jemanden, der ihnen das Internet (und ihr Ibook ;-)) bedient, fürchte ich.

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Aber so wie man Koch kennen sollte, so sollte man auch Wörd kennen. Ich habe mir ja auch mal kurz eingebildet, meine Magisterarbeit auf Wörd schreiben zu können. Dann hat es alle Fußnoten gefressen. Dann bin ich reumütig zu Apple Works zurückgekehrt, das bloß den winzigen Schönheitsfehler hat, jede Zeile, in der eine Fußnote drin ist, als Flattersatz zu formatieren statt als Blocksatz. Aber es frißt wenigstens nichts.

Auf der Arbeit haben wir jetzt das ganz neue Wörd, eine Katastrophe in Himmelblau. Dieses Wörd ist jedoch insofern nützlich, als daß man dort das Outlook-Himmelblau in ein dezenteres Grau umschalten kann. Nicht logisch, aber wichtig für den Seelenfrieden.
Ansonsten stand ich das erste Mal davor und hab zehn Minuten gesucht, wo man hier was drucken kann. Unfaßbar! Die haben einfach das Druckersymbol aus der Symbolleiste gekickt und in so ein Multifunktionsfeld links oben geworfen, das ich zuerst für ein Schmuckbildchen hielt.
Man sitzt davor und kriegt Sehnsucht nach Mac OS 6.

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also wenn ich sowas lese, dann bleibe ich doch lieber im fernen reich der mitte, wundere mich beim schluerfen meines reisbreis nicht mehr ueber den normalen ausnahmezustand und gehe im schatten der unendlich vielen ginkgos in beijing spazieren...

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Lustig: beim Lesen gedacht, das sei auch eine lustige Redewendung, "eine Katastrophe -- in Himmelblau!" und ueber Rhythmus und Betonung nachgedacht.

Einige Zeilen spaeter schwant mir, dass alles viel schlimmer ist: das besagte Ding ist tatsaechlich himmelblau...!?

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Ja. Sehr himmelblau sogar. Das Outlook auch. Und es gibt noch schiefergrau und trauerschwarz für die etwas pessimistischeren Gemüter. Das ist aber gut versteckt, wo man das umschaltet.
Die gute Nachricht ist: Wenn man das in den Tiefen des Wörd gefunden hat, wo man das umschaltet, schaltet sich das Outlook auch gleich mit um. Bei mir ist jetzt alles schiefergrau.

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verreckt ist wie erfroren- aber wir dürfen wählen

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Das ist die Auswahl zwischen der Qual der Wahl und Wahl der Qual...

Achja, ich sag's euch, in Sowjetunion war es viel einfacher: da gab es nur eine Kandidatur. Man wusste, es wird übel, aber man hat des reinen Gewissens "gewählt": anders geht's nicht.

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