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15.30 Ich mach immer noch Pause. Tine macht auch Pause und holt sich ihren Kaffee selber, obwohl sie eine Praktikantin hat. Und auch Jan Schmidt macht Pause und verfolgt nebenbei die Ergebnisse der Frauenfußball-WM.

16.13 Ichkomme zu spät zu Uwe Hochmuth von der HfG Karlsruhe, der über ökonomische Möglichkeiten spricht und glaubt, daß da einiges machbar ist. Allerdings hat er auch mit zunehmendem Bangen Wir nennen es Arbeit gelesen und glaubt, daß diese Leute potentielle Sozialfälle seien. Dieser Begriff der Boheme beinhalte etwas falsches, das sei im Film und im Buch prima, aber sich selbst zu variablen Kosten zu machen, berge eine Gefahr. Damit solle man sich eigentlich nicht abfinden. Einerseits sei es flexibilitätssteigernd, aber nur für sehr wenige wirklich machbar. Jetzt ärger ich mich, daß ich den Anfang verpaßt hab, denn der redet gar nicht schlecht.

16.24 MC Winkels PC funktioniert nicht und muß mit einem iBook improvisieren. Er sucht die rechte Maustaste und hat eine blonde Assistentin, die ihm zeigen muss, wo die Apfeltaste ist. Er erzählt, wie sein Blog langsam bekannt wurde mit lustigen Aktionen wie Lookalike-Contests, Führerscheinbildern und Starschnitt. Da haben viele Leute supitolle Bilder eingeschickt. Dann war da auch noch eine prima Lesereise. Und originelle Filme mit Gewinnspiel. "Hat Spass gemacht, warn tolle Filme dabeigewesen", sagt Winkel.

16.40 "Jetzt kommen wir endlich zu Opel." Die Aktion, so gibt Winkel zu, kam nicht überall so gut an, es hieß, man verliere seine Glaubwürdigkeit. Da könne, sagt Winkel, bei ihm ja eh keine Rede von sein. Dann kommt Film, wie er bei Musik auf dem Dach des Opels herumtanzt und dann einen anderen Opel kaputtfährt.

16.44 Winkel in der Coke-WG. Er und Nils Bokelberg machen einen T-Shirt-Contest. Ich erfahre über MC Winkel, was ich nie über MC Winkel wissen wollte. Er hat sogar eine Holsten-Flatrate. Das ist toll. Ich hätte gerne eine Alvorada-Kaffee-Flatrate. Aber ich bin ja nicht MC Winkel. Mein Sitznachbar kichert, ich übe mich im Fremdschämen.

16.50 Ich sehe Winkels Bizeps. Ich sehe seinen Bauch. Ich will hier weg.

16.52 Es ist vorbei. Ich atme auf. Don Dahlmann! Wie schön, sie zu sehen! (Es rumpelt im Saal, die Fankurve verläßt den Raum.)

16.55 Peter Turi erzählt von seinen publizistischen Anfängen und daß alternativ immer pleite geht. Er glaubt nicht an Blogs als Geschäftsmodell, auch nicht an Adical. Zu Lobo: "Ich nenne es Skepsis". Nicht Sascha Lobo hat recht, sondern Karl Marx. Er bietet mit Turi2 einen Dienst für Medienmacher, sagt er, und mit dem Druck und der Flexibilisierung entstehen auch Nischen. Die positive Botschaft: Jeder kann einen Informationsdienst starten. Die negative: Jeder macht's. Also, der Wettbewerb wird härter. Sein Fazit: Man kann auch i Zukunft Geld verdienen, aber es wird nur halb so viel sein und man muß doppelt so viel dafür arbeiten. Web 2.0 kann funktionieren, aber es ist kein Grund, in Euphorie auszubrechen.

17.10 Fragen aus dem Publikum gibt es keine, deshalb fragt Don Dahlmann: Welche Alternative zum Modell Digitale Boheme gibt es denn? Turi will es von MC wissen, weil dem sein Job Spaß macht und das ja die pure Freude sei.Hochmuth weist darauf hin, daß die Arbeitswelt sich nicht in einer Alternativwelt erschöpft, sondern es nach wie vor "normale" Arbeitsplätze gibt. MC hat ja noch einen normalen Job, erzählt er, aber er würde den auch aufgeben, wenn er von seier Marke Winkel leben könnte. Außerdem macht er ja nicht alles mit, zum Beispiel wie neulich, als er einen vibrierenden Penisring bewerben sollte, aber halt ernst.

17.20 Pause. Ich schwächel.

17.40 "Die Zukunst des Journalismus wird an seien Rändern erfunden" lautet die These von Jochen Wegner von focus.de. "Die Grenzen zwischen Mediennutzern und -produzenten verschwinden." Und an ihre Stelle treten neue Grenzen. Auch wenn es keine Druckmaschine mehr gibt, die Traffickosten können ins Astronomische steigen. "Die Menge an Talent ist unendlich", sagt Powerpoint, aber nicht jedoch die Aufmerksamkeit. Hm, kommt drauf an, was man unter Talent versteht.

18.00 Ich gehe nach draußen. Ich kann langsam nicht mehr. Da sitzt auch der Praschl und ich bedanke mich bei ihm für den Vortrag, das ist ja das mindeste, was ich tun kann.
"Na, haben Sie Ihren Heiratsantrag gemacht?" fragt die nette
Veranstalterin (Vanessa, glaube ich).
"Ich, ähm, ach, das haben Sie schon gelesen?"
"Jaja, das geht hier schnell."
Dann bietet man mir noch einen Kuchen an.
"Wenn ich gewußt hätte, daß Sie Frau Diener sind, hätte ich Ihnen schon früher einen Kuchen angeboten", sagt die dunkelhaarige Veranstalterin (Christina, glaube ich), die mich zum Kuchen führt.
Ich, meine fünf Minuten Ruhm erlebend, frag so: "Woher wissen Sie denn, wer ich bin?"
"Naja, ich les Ihre Texte schon lange, aber ich hab Sie mir immer so groß vorgestellt, auf Ihren Photos sehen sie immer aus wie einsneunzig."
Ich will dann natürlich noch wissen, wie lange sie mein Weblog liest, und sie so: Seit dieser Kunkel-Geschichte, die sei für Außenstehende ja köstlich gewesen. Für Involvierte weniger, gebe ich zu.

18.40 Christoph Schultheis ist dran und erzählt vom Bildblog, das vom Hobby zur Haupteinnahmequelle wurde. Bild allerdings hat damit ein Problem: Anfangs wurden die Bildblogger von der Bild-Pressestelle ungefähr so behandelt wie die taz: Morgens angefragt, nachmittags eine Antwort. Mit steigendem Erfolg wurde das Blog zum Hobbyprojekt herabgestuft, später als Kommerzding bezeichnet. Inzwischen ruft Schultheis bei der taz an, wenn er was wissen will, und die rufen dann bei Bild an. Ist umständlich, klappt aber. Offiziell wird das Bildblog bei Springers nicht gelesen, inoffiziell merkt man aber doch, daß das wahrgenommen wird. An Korrekturen, beispielsweise, oder daran, wie informiert man dort über die Umtriebe der Blogger ist.

18.50 Und Fragerunde. Ein anonymer Zuschauer will wissen, wie sich Bildblog fianziert. Schultheis antwortet: Werbung. Erst waren die Spendenaktion, dann der Merchandise, die brachten so Peaks und flauten dann ab. Daß im Moment keine Werbung zu sehen ist, liege an Adical und ändert sich bestimmt bald wieder. Sagt der Optimist. Eine gutgebuchte Werbung sei schon das, was alle ernährt. Jochen Wegner von focus.de sagt, sie wollen kein Geld verdienen, sie machen demnächst das ganze Archiv kostenfrei zugänglich. Er habe Kollegen mal vorgerechnet, was das kostet, und die Währung im Netz sei nunmal Aufmerksamkeit.

19.00 Don Dahlmann hat seinen Job gut gemacht. Muß auch mal gesagt werden.

19.15 Peter Weibel referiert Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit. Kenn ich seit der Zwischenprüfung, been there, done that.

Abgang.

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hi,hi; kleiner Witz!wo geht's denn hier nachKönnen! , vor LACHEN!Übrigens mein Physiklehrer hatte noch den Witz auf Lager:Kunst kommt von Können und nicht von Wollen,sonst würde es Wulscht heißen! heiß, heiß, heiß...Ich wünsch Dir noch einen schönen Tag, Andrea.Bis denne,Hans  ...
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For the (holy) sake of Fun! (or: just for Fun)


Mir is was zur Aufheiterung eingefallen, das ich Dir nicht vorenthalten möchte.Das Wär mal angebracht (Ne: nicht der Griff zum Wegschmeißen, Außer: Rofl!, he, he)(echt Der Bringer!, respektive the Burner! on three Cookies!, he, he)(kurz gesagt:J.oke W.ith A.nnouncement!):Das fragsch Du... ...
[hadephy am 01.01.17 20:24]

American Standard wisdom: "I don't feel sorry For you"


And I would conclude with some wisdom of my own, "well": 'Life isn't That complicated!'The most important goal then would be to have an appreciable agenda over the daytime!First a ball ( or what did Ms. Sanchez-Vicario say? :-) )... ...
[hadephy am 10.12.16 16:05]

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Schreiben ist kein Hobby, es ist die Zeit in der uns unsere Gedanken nicht zufrieden stellen können. Es ist der Moment in dem wir nach unserem Glück Ausschau halten und versuchen, den Steckbrief unserer Wünsche zu formen. Und geben wir... ...
[EinGedanke am 13.09.14 11:27]

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Ich erzähle was über den Mekong


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Ich erzähle was über Wien. flattr.com  ...
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Ist hier : www.wrint.de  ...
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Ich erzähle was über Burundi.  ...
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