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leere felder, volle bäume

Langsam sinkt die Sonne tiefer. Es geht auf die Buchmesse zu, und die schönen Tage sind immer die davor, nie die danach. Nach der Buchmesse wird es garstig und grau, die Felder sind dann alle abgeräumt und die Bäume auch. Der ganze Sommer ist verstaut, die Vegetation eingemottet. Die Buchmesse trennt die letzten sonnigen Tage von der Zeit purer Wetterhäßlichkeit.



Jetzt hängen die Bäume noch voller Äpfel. Aber langsam vergammeln die, und die Baumbesitzer werden immer aufdringlicher. Nehmen Sie noch welche, gute Äpfel, ungespritzte Äpfel, so werben sie über die Gartenzäune hinweg, nächste Woche fallen die alle ab oder die Amseln picken sie hohl.



Ich habe jetzt eine große Schüssel voller kleiner roter Äpfel, soviele eben in zwei Jackentaschen gepaßt haben. Solche, wie man sie nicht kaufen kann, weil sie zu krumm sind oder zu seltsame Sorten, die einen weißlichen Beschlag auf der dunkelroten Haut haben und den man abreiben muß, bevor man hineinbeißt. So zumindest werde ich instruiert von dem Mann, der im Lehr- und Versuchsgarten herumwerkelt und Äpfel herschenkt, wenn man ihm ein bißchen zuhört. Man kommt leicht ins Gespräch unter Apfelessern.



Es ist ein Apfeljahr, aber die Bäume tragen viel zu viel und verausgaben sich oder brechen auseinander unter der Last. Am Boden liegen die Früchte dicht an dicht, und der Baum hängt noch immer voll. Jetzt müssen die Äpfel weg, denn nächste Woche ist ja schon Buchmesse. Ein paar Früchte bleiben am Baum, die kriegen die Amseln. Dann kommt der Nebel, und dann kommt der Frost, und wenn die erst einmal da sind, dann bleiben die auch hängen im Flußtal.



Das ist so. Das ist immer so. Egal, wie schief die Weltlage hängt und was einem sonst noch aufs Gemüt drückt. Für die nächsten Monate drückt erst einmal wieder das Wetter, bis zu den ersten schönen Tagen im Februar.

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Vielleicht braucht das Buch sein eigenes Wiki, so wie die Pynchon Wikis. ...
[der ____weiler am 2008.11.22, 14:10]

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Also die Schlüsselromanebene laß ich derzeit völlig weg. Das kann ich auch hinterher noch herausfinden oder mir von kundigen Menschen erklären lassen, aber ich bin nicht aus Dresden, mir sagen diese Namen ohnehin nichts. Ich weiß, daß diese Ebene da... ...
[andreaffm am 2008.11.22, 10:07]

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Bloss kein Karamelbonbon. Als wir hier mal Bonbons eines privaten Rettungsdienstes auf die Theke stellten, war unter den Konkurrenz-Rettern die Hölle los! ...
[goncourt am 2008.11.21, 22:23]

Mal abgesehen
von der Interpretation und dem Realitätsbezug: Die Kladde verlangt dem Leser schon einiges ab. Ich habe festgestellt, dass Lesepausen Gift für das Verständnis sind. Ich meine Pausen von mehr als einem oder höchstens zwei Tagen. Da ist alles so verwoben... ...
[ub am 2008.11.21, 21:23]

...
eben, deshalb sollte man dem zuvorkommen, bevor es durch irgendeinen zufall rauskommt. (amtliches einschreiben oder ähnliches.) bei vielen beamten hilft auch ein wortlos und somit mit etwas ironie über den tresen geschobenes karamelbonbon. ...
[sakana am 2008.11.21, 19:01]





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