IMPRESSUM MEIN HEIM AKTUELL SUCHST DU WAS? THEMEN |
|
|
bachmann-nachlese
andreaffm, Mo, 30.Juni.2008, 08:25 FAZ
Darauf haben wir gewartet Rundschau Deutschland sucht den Super-Autor taz Neuigkeiten aus Klagenfurt: Öl im Getriebe SZ Untergang mit Kameras (Was?! Das Fußballspiel ist jetzt auch abgeschafft?) nzz Vom Dienstbotenelend der Literatur Der Standard Die Würde der Langsamkeit Anglika Reitzer: "Gegen das Verstummen" Clemes J. Setz: "Nur der Agent" Die Presse Interview mit Angelika Reitzer Wie nervend darf ein Text sein? Ein Tyrann als komischer Held Literatur, im Wörther See versenkt Die Zeit Der Humor siegt Freitag Kommen Sie doch zu uns! Die Welt Tilman Rammstedt erhält Bachmann-Preis Klagenfurt-Tagebuch (live gebloggt) Der Westen Literatur-Marathon über verkürzte Distanz fm4 Präsenzprosa beim Bachmannpreis Begleitschreiben Demut und Wut Titel-Magazin Der versaute Betriebsausflug ... comment
sabineadh,
Montag, 30. Juni 2008, 11:11
Ist der Text von Sudah Mohafez tatsächlich Kitsch? Ist Liebe Kitsch? Genau das ist nämlich auch mein Problem, ich schreibe auch gerade an einer Liebesgeschichte, an einem Liebesroman. Ich halte Liebe keineswegs für kitschig oder gar süßlich, oder vielleicht doch, manchmal ist sie kitschíg, manchmal tragisch. Dennoch muss ich immer wieder darüber nachdenken, wie andere den Text lesen würden. Und beim Schreiben kommt immer wieder die Angst und damit die Frage: Ist das jetzt richtig ausgedrückt? Gibt es die Empfindungen wieder, ohne kitschig zu wirken? Manchmal stöhne ich und denke, hättest du doch lieber mit einem Krimi begonnen. Aber dann sind da wieder meine beiden Protagonisten, die mich rechts und links unterhaken und mir ins Ohr flüstern: "Komm, laß uns weitermachen..."
... link
juyooh,
Montag, 30. Juni 2008, 14:16
Ich denke, die verklemmten deutschen Bildungsbürger haben generell ein Problem mit Gefühlen. Außer Frustration natürlich. Aber Liebe? Hm, da kommt man ganz schnell in den Fettnäpfchen Slalom, denn Leser haben oft eine große Hemmung zuzugeben, dass sie eine Liebesgeschichte auch schön finden können - aus lauter Angst, dann als oberflächlich zu gelten.
Aber Frustration ist OK. Die darf man mögen ohne Gesichtsverlust. :-)) Was ein Glück, dass ich Genre (Phantastik) schreibe. Da kann ich schreiben, was ich will, der Gesichtsverlust ist ohnehin schon vorprogrammiert. ... link
sabineadh,
Montag, 30. Juni 2008, 14:55
bisher war ich ja nur im Genre Kinderbuch beheimatet, sehr schwierig, da Kinder von Grund auf ehrlich sind und du schon in den ersten Minuten zu spüren bekommst, wenn du langweilig liest oder der Text nicht interessant ist. Sie sagen dir auf den Kopf zu, was nicht gefällt. Aber gerade diese Ehrlichkeit hat ihren Reiz. Vor Kindern zu lesen, diese Freude zu spüren, das Interesse dieser kleinen unruhigen Geister und am Ende die große Freude und Begeisterung, das ist das schönste, das man als Autor zurückbekommt.
Und dann gibt es da tatsächlich Menschen, die behaupten, dass jemand der für Kinder schreibt nicht auch für Erwachsene schreiben kann. Das funktioniere nicht. Warum, frage ich mich. Es kommt doch darauf an, dass der Autor das Handwerk beherrscht und wenn er das tut, muss er sich auf das jeweilige Genre einlassen und einfühlen. So einfach ist das. Oder so schwer. Je nachdem. Trotzdem finde ich gut gemachte Liebeslyrik hat auch etwas für sich, genau wie ein gut geschriebener Krimi oder zeitgenössische Literatur oder Lyrik. Alles hat seine Berechtigung, solange die Qualität stimmt. Und deshalb schreibe ich auch meinen Liebesroman weiter und bemühe mich, es handwerklich gut zu machen, dass die Leser und damit am Ende ich zufrieden sind. Aber Phantasie zu schreiben finde ich nun wieder sehr schwer. ... link
sabineadh,
Dienstag, 1. Juli 2008, 16:31
Versprochen, ich werde mich sehr um Präzision bemühen, Ihnen dann den ganzen Text zur Begutachtung schicken und wenn es Ihnen gefällt, wage ich die Weitergabe an einen Verlag. Liebe Grüße
... link ... comment
sabineadh,
Montag, 30. Juni 2008, 20:17
Der Moor ist Schuld
Ach ja, der eitle Geck. Bemerkenswert sind doch die Kommentare des Herrn Krekeler über den Dieter, den Moor. Mir ging das Getue und Gehabe auch ganz schön auf die Nerven. Und wie er dauernd die Gespräche der Juroren kommentiert bzw. unterbrochen hat, nahm dem Ganzen tatsächlich die gewisse Spannung. Erst dachte ich ja, es läge an Frau Radisch und Herrn Corino, dass dieses Mal irgendwie keine Spannung aufkommen wollte. Dann dachte ich, dem Ganzen fehlte irgendwie ein außergewöhnlicher Text, einer, der lange, lange nachklingt. Aber nein, es war der Moor! Der ist bei Titel Thesen Temperamente schon oft eine Zumutung. Aber das ist nur meine Meinung, vielleicht kommt er bei anderen besser an.
... link
gregor keuschnig,
Dienstag, 1. Juli 2008, 21:41
Moor war nicht "Schuld", aber er hat in unzulässiger Art und Weise den Diskurs gelenkt. "Schuld" haben die Juroren, die Beiträge eingeladen haben, die entweder an banalität kaum zu überbieten waren oder in Diskussionen nicht ihrem Handwerk, der Kritik, Ehre gemacht haben, sondern nach Gutsherrenart geurteilt haben.
... link
andreaffm,
Dienstag, 1. Juli 2008, 22:25
Ich glaube ja auch, daß der Moor derzeit als Sündenbock für alles mögliche herhalten muß, woran er nicht schuld sein kann. Denn inhaltlich hatte er ja keinen Einfluß auf die Aussagen der Jury, das haben die alles selbst so gesagt und selbst zu verantworten. Und das waren meistenteils Geschmacksurteile.
Von Kritik erwartet man aber doch eigentlich, daß es ein klein wenig objektiver zugeht. Aber nein, man verliebt sich in Texte und toleriert hübsch, daß andere das nicht tun, weil sich ja auch nicht alle in die gleiche Frau oder den gleichen Mann verlieben. Das ist zwar sehr redlich, aber Literaturkritik? ... link ... comment
slowburn,
Mittwoch, 2. Juli 2008, 08:11
Als ich am Montag die Kritik von Böttiger in der SZ las, war ich mir für einen Moment nicht sicher, ob er die selbe Veranstaltung gesehen hat.
Gut, Moor kann man ablehnen oder mögen (ich fand seine Anwesenheit bereichernd), aber die Schuld in der (veränderten) Form der Veranstaltung zu suchen ist doch lächerlich. Das Feld der Texte war (wie immer) durchwachsen, die Vorleseleistung ebenso, richtig schwach war doch nur die mangelnde Bereitschaft der Juroren mit der Leistung auch mal härter ins Gericht zu gehen. ... link ... comment |
seit 2492 Tagen sitz ich hierletzte Bestellung: 2008.10.06, 22:54 Suche und finde
... antville home
Proud Member of ALVORADA POSSE and made on a |