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Ist der Text von Sudah Mohafez tatsächlich Kitsch? Ist Liebe Kitsch? Genau das ist nämlich auch mein Problem, ich schreibe auch gerade an einer Liebesgeschichte, an einem Liebesroman. Ich halte Liebe keineswegs für kitschig oder gar süßlich, oder vielleicht doch, manchmal ist sie kitschíg, manchmal tragisch. Dennoch muss ich immer wieder darüber nachdenken, wie andere den Text lesen würden. Und beim Schreiben kommt immer wieder die Angst und damit die Frage: Ist das jetzt richtig ausgedrückt? Gibt es die Empfindungen wieder, ohne kitschig zu wirken? Manchmal stöhne ich und denke, hättest du doch lieber mit einem Krimi begonnen. Aber dann sind da wieder meine beiden Protagonisten, die mich rechts und links unterhaken und mir ins Ohr flüstern: "Komm, laß uns weitermachen..."

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Ich denke, die verklemmten deutschen Bildungsbürger haben generell ein Problem mit Gefühlen. Außer Frustration natürlich. Aber Liebe? Hm, da kommt man ganz schnell in den Fettnäpfchen Slalom, denn Leser haben oft eine große Hemmung zuzugeben, dass sie eine Liebesgeschichte auch schön finden können - aus lauter Angst, dann als oberflächlich zu gelten.
Aber Frustration ist OK. Die darf man mögen ohne Gesichtsverlust. :-))
Was ein Glück, dass ich Genre (Phantastik) schreibe. Da kann ich schreiben, was ich will, der Gesichtsverlust ist ohnehin schon vorprogrammiert.

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bisher war ich ja nur im Genre Kinderbuch beheimatet, sehr schwierig, da Kinder von Grund auf ehrlich sind und du schon in den ersten Minuten zu spüren bekommst, wenn du langweilig liest oder der Text nicht interessant ist. Sie sagen dir auf den Kopf zu, was nicht gefällt. Aber gerade diese Ehrlichkeit hat ihren Reiz. Vor Kindern zu lesen, diese Freude zu spüren, das Interesse dieser kleinen unruhigen Geister und am Ende die große Freude und Begeisterung, das ist das schönste, das man als Autor zurückbekommt.
Und dann gibt es da tatsächlich Menschen, die behaupten, dass jemand der für Kinder schreibt nicht auch für Erwachsene schreiben kann. Das funktioniere nicht. Warum, frage ich mich. Es kommt doch darauf an, dass der Autor das Handwerk beherrscht und wenn er das tut, muss er sich auf das jeweilige Genre einlassen und einfühlen. So einfach ist das. Oder so schwer. Je nachdem.
Trotzdem finde ich gut gemachte Liebeslyrik hat auch etwas für sich, genau wie ein gut geschriebener Krimi oder zeitgenössische Literatur oder Lyrik. Alles hat seine Berechtigung, solange die Qualität stimmt. Und deshalb schreibe ich auch meinen Liebesroman weiter und bemühe mich, es handwerklich gut zu machen, dass die Leser und damit am Ende ich zufrieden sind.
Aber Phantasie zu schreiben finde ich nun wieder sehr schwer.

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Die bislang beste und überzeugendste Kitschdefinition für die Westentasche, die mir untergekommen ist: Kitsch ist ungenau gefühlt. Dagegen hilft erzählerische Präzision.

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Versprochen, ich werde mich sehr um Präzision bemühen, Ihnen dann den ganzen Text zur Begutachtung schicken und wenn es Ihnen gefällt, wage ich die Weitergabe an einen Verlag. Liebe Grüße

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Der Moor ist Schuld
Ach ja, der eitle Geck. Bemerkenswert sind doch die Kommentare des Herrn Krekeler über den Dieter, den Moor. Mir ging das Getue und Gehabe auch ganz schön auf die Nerven. Und wie er dauernd die Gespräche der Juroren kommentiert bzw. unterbrochen hat, nahm dem Ganzen tatsächlich die gewisse Spannung. Erst dachte ich ja, es läge an Frau Radisch und Herrn Corino, dass dieses Mal irgendwie keine Spannung aufkommen wollte. Dann dachte ich, dem Ganzen fehlte irgendwie ein außergewöhnlicher Text, einer, der lange, lange nachklingt. Aber nein, es war der Moor! Der ist bei Titel Thesen Temperamente schon oft eine Zumutung. Aber das ist nur meine Meinung, vielleicht kommt er bei anderen besser an.

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Moor war nicht "Schuld", aber er hat in unzulässiger Art und Weise den Diskurs gelenkt. "Schuld" haben die Juroren, die Beiträge eingeladen haben, die entweder an banalität kaum zu überbieten waren oder in Diskussionen nicht ihrem Handwerk, der Kritik, Ehre gemacht haben, sondern nach Gutsherrenart geurteilt haben.

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Ich glaube ja auch, daß der Moor derzeit als Sündenbock für alles mögliche herhalten muß, woran er nicht schuld sein kann. Denn inhaltlich hatte er ja keinen Einfluß auf die Aussagen der Jury, das haben die alles selbst so gesagt und selbst zu verantworten. Und das waren meistenteils Geschmacksurteile.
Von Kritik erwartet man aber doch eigentlich, daß es ein klein wenig objektiver zugeht. Aber nein, man verliebt sich in Texte und toleriert hübsch, daß andere das nicht tun, weil sich ja auch nicht alle in die gleiche Frau oder den gleichen Mann verlieben. Das ist zwar sehr redlich, aber Literaturkritik?

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Als ich am Montag die Kritik von Böttiger in der SZ las, war ich mir für einen Moment nicht sicher, ob er die selbe Veranstaltung gesehen hat.
Gut, Moor kann man ablehnen oder mögen (ich fand seine Anwesenheit bereichernd), aber die Schuld in der (veränderten) Form der Veranstaltung zu suchen ist doch lächerlich. Das Feld der Texte war (wie immer) durchwachsen, die Vorleseleistung ebenso, richtig schwach war doch nur die mangelnde Bereitschaft der Juroren mit der Leistung auch mal härter ins Gericht zu gehen.

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leere felder, volle bäume
Langsam sinkt die Sonne tiefer. Es geht auf die Buchmesse zu, und die schönen Tage sind immer die davor, nie die danach. Nach der Buchmesse wird es garstig und grau, die Felder sind dann alle abgeräumt und die Bäume auch.... ...
[andreaffm am 2008.10.06, 22:54]

...
Und man kann die Ausgabe nicht mal von der Steuer absetzen! ...
[andreaffm am 2008.10.06, 15:25]

auch kein trost
sieht wirklich schlecht aus, vielleicht läßt sich zumindest etwas mit anderen geschädigten und öffentlichem druck retten, ich drück dir die daumen! und dann kommt jetzt noch die großspurige "staatliche garantie" für dein sparbuch, wer's glaubt... :-( ...
[bembelkandidat am 2008.10.06, 12:21]

...
Es gibt da ein BGH-Urteil (XI ZR 56/05 ), dass über Provisionen informiert werden muss: "Wenn eine Bank einen Kunden über Kapitalanlagen berät und Fondsanteile empfiehlt, bei denen sie verdeckte Rückvergütungen aus den Ausgabeaufschlägen und jährlichen Verwaltungsgebühren erhält, muss sie den... ...
[mow am 2008.10.06, 10:53]

...
Mir wollte damals bei dem Abgang der New Economie mein Bankberater Morphosys Aktien verkaufen. Stutzig machte mich das er mich in meiner Firma deswegen anrief. Sie wären jetzt sensationell günstig zum Einstieg usw. usw. Die Dinger waren im freien Flug... ...
[stockfisch am 2008.10.05, 22:04]





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