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Es ist nur ein Datum, aber irgendwie bringt es einen doch immer dazu, sich Gedanken zu machen. Achwas, machen, die drängen sich ja immer von allein auf! Und dann muß man sehen, wie man sie wieder los wird.

Ich hatte mir ja mehr von diesem Jahr versprochen, als ich vor einem Jahr auf der Terrasse dieses Hotels oberhalb des Bledsees anstieß und die elegante Frau mit dem roten Kostüm neben uns auf den Rasen kotzte. Das Hotel gibt es nicht mehr, und mit ihm brachte das Jahr 2012 noch so einiges andere um die Ecke. Aber es hatte seine Momente, immerhin das muß ich ihm zugestehen. Es gab zum Beispiel einen Haufen erste Male. Erstes Mal New York, erstes Mal China. Sowas. Erstes Mal eigene ganz alleinige Wohnung, was sich momentan noch etwas seltsam anfühlt (und außerhalb Griesheims!). Gerade habe ich mich das erste Mal in dieser Wohnung betrunken und das erste Mal ins Klo gekotzt. Ich hätte wirklich vorher was solides essen sollen. Zeigt aber auch, daß ich in diesem Jahr wieder nicht klüger geworden bin, jedenfalls nicht in dieser Hinsicht (eigentlich habe ich eher das Gefühl, daß ich 2012 dümmer geworden bin).

Klugsein ist aber auch meistens eher langweilig, und man hat hinterher wenig zu erzählen. Ich hätte ja so einiges zu erzählen, was ich nicht ins Internet schreiben kann, das muß ich mir dann für meine nichtvorhandenen Enkel aufheben – ich bin ja gern warnendes Beispiel. Dafür, wie man sich trotz gesetzen Alters effektiv aus der Bahn werfen lassen kann, zum Beispiel. Denn leider geht das Jahr trotz aller Aufregungen und Abenteuer nicht gerade als allerfröhlichstes in meine Biografie ein. Ich lag öfter deprimiert herum als mir lieb war. Aus einer Reihe von Gründen. Meistens, weil ich abhängig war von den Entscheidungen anderer und nichts, aber auch rein gar nichts tun konnte, und da kann man entweder Fenster putzen oder deprimiert herumliegen, und ich entschied mich nunmal für zweiteres. Wenn ich genug davon hatte, war immer jemand da, der mir einen Tee gekocht hat, und das ist die gute Nachricht.

Ich habe keine Ahnung, was ich mir von 2013 erwarten soll. Ein bißchen Stabilität wäre ganz gut, damit ich mich nicht dauernd ermahnen muß, nicht durchzudrehen. Vielleicht sollte ich mir gar nichts davon versprechen und diese krumme Zahl mal machen lassen. Vielleicht überrascht sie mich ja. Mit irgendwas Schönem. Potential wär ja da.

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Ich versuche gerade immer, mir vorzuhalten, dass das auch alles Opfer der Gesellschaft sind. Misstrauen kommt entweder von schlechten Erfahrungen oder von schlechter Sozialisierung und ersteres kann ich nachempfinden... Und dann noch dies hier, denn die jungen Menschen heute sind ja... ...
[Nella am 23.05.13 14:35]

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[andreaffm am 23.05.13 09:08]

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[molosovsky am 22.05.13 21:33]

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[andreaffm am 22.05.13 21:26]

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Und man hält es aus und man hält es nicht aus und man hält es doch aus, weil man nie weiß, wo die Grenze ist, denn die setzt man ja selbst. Und schiebt sie herum, heute ist sie hier und... ...
[andreaffm am 22.05.13 21:23]

danke...
Vielleicht ist das hier der passende Eintrag, um vom schweigenden zum schreibenden Leser zu mutieren und danke dafür zu sagen, daß dieser blog wieder zum Leben erwacht ist. ...
[Al.B. am 21.05.13 08:45]

...
Kommt das Bild jetzt zu Abschreckungszwecken an das Dachfenster? ;-) ...
[Schnellinger am 18.05.13 03:09]



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