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Schreiben ist nur mein Hobby, sagt sie. Und ich weiß, daß das nicht stimmt, auch wenn sie es noch nicht weiß. Aber sie ist hier. Sie hat zu uns gefunden, zu den halbabgesoffenen und den sich immer wieder irgendwie rettenden, die nicht anders können, als Buchstaben aneinanderzureihen, weil sie sonst durchdrehen. Die sich haben und Trost darin finden, daß es noch andere gibt wie sie. Wie uns.

*


Wie schön du letztes Jahr warst, wie lebendig, wie sehr du Dinge wolltest. Nichts ist übriggeblieben davon, und fast nichts von dir. Du hast alles richtig gemacht, sagst du, und ich denke: nein.

*


Ich habe auch nichts richtig gemacht, aber ich werde mich korrigieren. Werde Sätze schreiben, um wenigstens etwas Nützliches zu schaffen. Dafür bin ich da und nicht für Glück. Glück ist nur ein gelegentliches Hobby.

*


Mehr schreiben. Weniger denken.

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Und oft denke ich, ich hänge in so einer Warteschleife fest, und ich werde vertröstet, weil alles und alle besetzt sind, weil andere schneller waren oder wichtiger sind, und man wartet halt und irgendwas sagt einem, bleib dran, leg nicht auf, und ich rede mir ein, daß es mir vielleicht wirklich nutzt, dranzubleiben und daß es mir nicht nur gesagt wird, weil man meine Vorzüge zu schätzen weiß und das, was ich zu geben bereit bin.

Und ich lege nicht auf und warte, jetzt bald vielleicht gleich nein noch nicht aber dann oder irgendwann oder nie geht jemand ran und hört sich an, was ich zu sagen habe, und hilft mir vielleicht sogar, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, denn am Ende will man ja doch nur das, was ich zu geben bereit bin und gibt so wenig wie möglich zurück, weil Geschäftsbeziehungen nun einmal so funktionieren oder nicht?

Und ich hänge und will reden und kann nicht, hänge in der Schleife oder am langen Arm oder irgendwo, wo ich zappeln kann und es niemanden stört, daß es mich stört, daß ich unzufrieden bin, daß ich Dinge zu sagen habe, aber man hält sich die Kunden immer am besten vom Leib, man schreckt sie ab, macht sie mürbe, macht sie müde, verwickelt sie in Warteschleifen, bis sie aufgeben und sich einreden, sie hätten gar kein Problem und man sich einreden kann, es gebe keins.

Und alle sind glücklich. Oder nicht?

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Und irgendwann vielleicht doch mal wieder ein Tag, an dem es einen nicht unversehens packt und so oft gegen die Wand klatscht, bis man nur noch regungslos liegenbleiben kann. Aber jetzt noch nicht, nicht diesen Monat, vielleicht nicht einmal dieses Jahr. Ich gebe das Jahr verloren, wie so vieles, schlimme Einbrüche im zweiten Quartal, zu hohe Betriebskosten, ich bin zu aufwendig in der Wartung, mich abzuschreiben wäre wohl vernünftig, ich laufe ja auch nicht rund.

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Es ist traurig, aber wahrscheinlich darf man Menschen nicht zu gut und zu freundlich und zu fair behandeln, weil man dann so völlig aus dem Konzept aller Erwartungen fällt, weil man kaum als echter Mensch wahrgenommen wird, weil das ja nicht sein kann. Weil die Erwartungen andere sind, und wenn man denen zu sehr zuwiderläuft durch zu fair zu gut zu freundlichsein, dann kann man nicht wahr sein, dann muß man eine Einbildung sein oder sich verstellen um etwas zu erschleichen vielleicht. (Aber warum sollte man täuschen wollen, die Selbsttäuschung anderer funktioniert doch so gut, die nehmen einem den Job bereitwillig ab.)

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Und man hält es aus und man hält es nicht aus und man hält es doch aus, weil man nie weiß, wo die Grenze ist, denn die setzt man ja selbst. Und schiebt sie herum, heute ist sie hier und morgen dort und man nimmt sich und seine Grenzsetzungen irgendwann eh nicht mehr ernst und dann ist es keine Linie mehr, dann ist es eine Zone, die sich immer weiter ausdehnt, in alle Richtungen, bis alles nur noch Grenze ist, Grenzzustand, der alle anderen Zustände verschluckt. Kann man sich auch drin einrichten. Muß ja.

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aber ich finde Sie haben doch sehr viele Zuhörer mit ihren schönen Zeilen, ich mache Kunst und freue mich auf Ausstellungen jedesmal sehr wenn ich ein, zwei wirklich aufmerksame, interessierte Zuschauer finde die mir etwas mitzuteilen haben. Der rest hat... ...
[John J. Tortuga am 24.11.13 08:40]

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Alle paar Tage schaue ich ganz gespannt, ob es wieder einen neuen Eintrag gibt... wo bleiben sie, die Texte? Sie fehlen mir... ...
[*Hanna* am 06.09.13 15:48]

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Ich freue mich, wieder von Ihnen zu lesen, und dies sowohl vor kurzem in der Frankfurter mit Ihren Ausführungen zu Erfolg und Vergeblichkeit des Reisebloggens als auch, wie ich hoffe, erneut an dieser Stelle. Schreiben kann zur Routine werden und eingeübt,... ...
[quisquilia am 22.08.13 08:07]

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Schreiben...
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