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Ich war bestens ausgestattet mit guten Ratschlägen. Zehn Pullover solle ich mir überziehen, riet die in diesen Dingen bestens bewanderte Konditorin, ich solle um Himmels Willen nicht darüber nachdenken, wie entstellt ich damit aussähe, und ob ich eine lange Unterhose besäße? Es gebe eine Kollegin, so sagte man mir in der Redaktion, die nutze die Laptop-Steckdosen immer für ihre elektrische Heizdecke. So schlimm wird es schon nicht werden, dachte ich, und beschränkte mich auf wollene Strumpfhosen, dicke Socken, Leggings, einen langen Wollrock, T-Shirt, ein langärmliges Sweatshirt, einen dicken Schurwoll-Rollkragenpullover, eine dicke Lambswool-Strickjacke, darüber eine Persianerjacke aus der Erbmasse meiner Tante sowie die üblichen Kleinigkeiten wie Schal, Mütze, Handschuhe, jeweils doppelt und gefüttert.

Bewegen konnte ich mich auf die Weise kaum. Ich weiß nicht mehr, wie ich am Hauptbahnhof zur Spitze der S-Bahn rennen konnte, wo es laut Auskunft der Schaffner noch Stehplätze geben solle, ich passte mich also kurz nach Abpfiff in letzter Sekunde in den überheizten Waggon und fand mich wieder zwischen lauter gutgelaunten Männern mittleren Alters, brave Familienväter allesamt, die Bierflaschen hielten und sofort begannen, mich zu duzen.

Thema Nummer eins war mein schickes Pelzjäckchen, das die anwesenden Herren für etwas besonders Edles hielten, bis ich ihnen erklärte, dass es sich um ein Tier der Gattung Schaf handelt, und dass dieses Tier auch schon mindestens fünfzig Jahre tot ist. Irgendwie war auf den Gesichtern Enttäuschung abzulesen, und ich musste sofort an die Rodgau Monotones und ihren Herrmann denken und an den zeitlosen Dialog, der in der Feststellung „Hertie heißt der Jäscher?“ gipfelt, was ich auch kurz erwähnte, aber nur verständnislose Blicke erntete. Kein Wunder, hessische Hochkultur ist bei Bewohnern Fuldas und des Vogelbergs nicht unbedingt zu erwarten. Nichtmal Eintracht-Fans waren die, sondern Freunde Dortmunds.

Der Dialog, in dem ich nun feststeckte, und zwar wortwörtlich und weitestgehend bewegungslos, nur hin und wieder angerempelt von einem Hintermann, der auch aus irgendeinem Dorf gekrochen kam und S-Bahnfahren ohne festhalten nicht beherrscht, was mich wiederum gegen die Familienväter aus Fulda warf, dieser Dialog also wandte sich allmählich ins Schlüpfrige. Es ging nun um das, was sich wohl unter Jäckchen und Mützchen verbirgt, um meine Haarfarbe und die Annahme, dass Rothaarige zwei PS mehr haben, ha ha, also Temperament, was hast du denn gedacht? „Auch gefärbte?“ frag ich, aber da ist der Fulder schon wieder überfordert. Neben mir befindet sich zum Glück eine weitere Dame im Waggon, die nun die Aufmerksamkeit des jüngsten der Fulder auf sich zieht, und ich bin froh, nicht mehr dauernd und von allen Seiten angestarrt und begutachtet zu werden.

Noch nie hat die S-Bahn für zwei Stationen so lange gebraucht. „Isch tät disch ja normalerweise nach deiner Telefonnummer fragen“, sagt der Fulder beim Aussteigen. „Fragen kannste“, sag ich. „Du kriegst sie nur nicht.“ Das fehlt noch, dass solche hinterhessischen Dortmunddeppen bei mir anrufen, zwei Stationen Körperkontakt war schon zuviel des Guten. Raus, endlich raus. Ein kurzer Marsch durch Wald und Schnee und den Pressebereich suchen. Der findet sich dann ganz unten im Bauch des Waldstadions, das „Commerzbank-Arena“ zu nennen ich immer noch nicht über mich bringe, gleich neben der Tiefgarage. Spartanisch ist es hier, eine Mischung aus Studentenaula und Betriebskantine, ein Gang mit Noppengummibelag, Neonlicht, ein großer Raum für Pressekonferenzen, eine Essensausgabe mit Stehtischen. Aber wie es hier aussieht ist egal, denn alle Blicke heften sich auf die hoch oben aufgehängten Bildschirme, die aktuelles Sportgeschehen in den Raum funken. Vor den Bildschirmen Menschentrauben, die bedächtig kauen. Ich gehe erst einmal die Essenslage checken, es gibt tatsächlich Weihnachtsgans, wie man mir versprochen hat (einschließlich des weiteren guten Ratschlags, vorher nichts zu essen), sowie Rotkraut und Klöße. Perfekt. Wo keine Bildschirme strahlen, da ist sogar noch richtig viel Platz. Und weil mich das Geschehen auf den Bildschirmen nicht interessiert, Sportgeschehen insgesamt eigentlich nicht, stehe ich hier ganz entspannt, dann gehe ich noch mal raus und schaue mich um.

Ich bin ja zum ersten Mal im Stadion. Meine Familie ist keine dieser Familien, die am Wochenende „raus zur Eintracht“ ging, nur mein Opa verfolgte Samstags mit einiger Aufmerksamkeit die Sportschau, lag dabei längs auf dem Sofa, machte abwinkende Gesten dabei und rief: „Schlabbekigger! Ihr seid doch alle Schlabbekigger!“ (Das suggeriert gemäß dem hiesigen Dialekt nicht etwa, dass die Kicker schlapp seien, sondern dass sie in Pantoffeln Fußball spielen.) Selbst verfolgt habe ich Spiele nur vorm Fernseher, wenn überhaupt. Ich habe eine ganz seltsame Vorstellung davon, wer sich solche Fußballspiele anschaut, und später sollte ich bemerken, dass die Klientel, die meine Vorstellungen grob erfüllt, in etwas steht was „Westkurve“ heißt. Der Rest sah verdächtig normal aus, wie er den sonnigen Waldweg entlang zur Arena schlenderte. Opa mit Enkel, junger Mensch mit Freundin, die meisten in den entsprechenden Vereinsfarben und mit Sitzpolster bewaffnet, ebenfalls in Vereinsfarben mit aufgedrucktem Vereinswappen. Mütter mit zusammengerollten Wolldecken. Völlig normales Volk mit einem Hang zu schwarz-weiß-rot und dem Lieblingstier Adler. Dazwischen einige in schwarz-gelb, wie die Hinterhessen. Es gibt Brezeln, Bier und Schals zu kaufen und Infostände der Frankfurter Sparkasse.

Dann geht es los. Von der Pressezone unten, also zwei Stockwerke tief, bis ganz nach oben, also vier Stockwerke hoch, ist es ein weiter und hinreichend glitschiger Weg über Betonestrich und überfrierende Nässe. Ganz oben durch eine Stahltür geht es ins Freie, dann nicht zum Normalvolk nach rechts, sondern auf die Presseplätze nach links. Die unterscheiden sich dadurch, dass es einen Tisch gibt mit Stromanschluß, auf dem allerdings fingerdick der Schnee liegt, außerdem drehbare Plastiksitzschalen in Blau, auf denen auch fingerdick der Schnee liegt. Neben mir ein Herr mit schwarzweißem Schal, alles klar, daneben wiederum zwei Hörfunkmenschen, die eine schwarzgelbe BVB-Bonbondose herumreichen.

Mir ist das mit den Teams ja eigentlich egal. Aber die Eintracht ist mir erstens aus lokalpatriotischen Gründen vertraut in ihrer rührenden Erfolglosigkeit, und zweitens muß man die allein aus ästhetischen Gründen unterstützen. Diese Streifenhemden in schwarzrot mit den Ringelstrümpfen atmen so ein bisschen den Hauch der Nachkriegszeit, das hat etwas Zeitloses. Etwas angenehm unsporthaftes, weil ich Sport vorwiegend mit kreischfarbenen Textilien in fünf Neonschattierungen verbinde. Schwarzrot, Blockstreifen, das ist irgendwie ehrlich. Solide. Daß ich holländischen Fußball nicht mag, hat im Übrigen auch einzig damit zu tun, dass ich orange Trikots häßlich finde. Gelb ist auch nicht besser.

Es dauert ein bisschen, dann wird das komische BMW-Tischtuch vom Rasen geräumt, die Mitklatsch-Musik geht aus, jetzt kommt Mitschunkel-Musik: Der Polizeichor Frankfurt singt die Vereinshymne, nicht live natürlich, aber deutscher Männergesang in bester Ebbelwoimanier: „Eintracht am Main, nur du sollst heute siegen! Eintracht am Main, weil wir dich alle lieben!“ Das großartige Werk endet mit den Worten: „Eintracht aus Frankfurt, du schaffst es wieder, Deutscher Meister zu sein!“ Das hofft man nun seit 1959 (Sieg nach spektakulärem Finale gegen Offenbach!), aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Namen der Spieler werden jetzt vom Stadionsprecher vorgelesen, immer nur die Vornamen, die Nachnamen brüllt das Volk. Danke! sagt der Sprecher. Bitte! brüllt das höfliche Volk. Gut eingeübte Riten sind das hier.

Es geht los. Jetzt kriegt die Eintracht richtig was rein, wird zusammengefaltet und in die Ecke gestellt, dachte ich. Als die Eintracht losstürmt, dachte ich das immer noch: Das wird der Mut der Verzweiflung sein, gleich losholzen und dann einstecken. Immerhin kann ich vermutlich sehen, was Dortmund, die Wunderkinder der Saison, für einen großartigen Fußball spielen, dachte ich dann und lehnte mich zurück. Aber irgendwie war das, was die in Gelb da ablieferten, gar nicht so mühelos und elegant. Und die Eintracht knickte auch nicht ein, sondern wehrte sich erstaunlich tapfer und wagte sich zum Gegnertor vor. Beide Seiten rackerten verbissen. Fünfundvierzig Minuten lang, in denen ich versuchte, meine Eisfüße zu ignorieren, denn es waren immerhin gut minus vier Grad. Es zog von unten, ich wickelte mich in meine Persianerjacke, zog mir den Schal vor den Mund, aber es ließ sich nicht verhehlen: Trotz all der Schichten war mir kalt. Dann, endlich, Halbzeit.

Ich lief die sechs Stockwerke nach unten und begab mich geradewegs zu dem Warmhaltetopf mit dem heißen Ebbelwoi. Manchmal helfen nur die ganz harten Roßkuren, und stundenlanges Herumsitzen in eisiger Kälte zählt eindeutig zu den roßkurbedürftigen Situationen. Der heiße Ebbelwoi taute mir langsam den Magen auf, wärmte die Finger (die unter extradickem Hirschleder mit Kaschmirstrickfutter steifgefroren waren) wieder an und ganz, ganz langsam verspürte ich auch wieder so etwas wie ein stechendes Gefühl in meinen doppelbesockten Zehen, die mir anscheinend doch nicht amputiert werden mussten. Schlimmer kann Finnland im Januar auch nicht sein. Wenigstens kommt da niemand auf die Idee, einem abzuverlangen, auf einem Plastiksitz 90 Minuten in der Kälte herumzusitzen und sich nicht rühren zu können.

Ausgestattet mit einem zweiten Becher heißen Ebbelwois trabte ich die sechs Stockwerke wieder nach oben. Warm war mir nicht, aber ich fror wenigstens nicht mehr und der Alkohol tat brav seinen Dienst in Sachen Verbreitung subjektiven Wärmegefühls. Ich setzte mich wieder zwischen die Herren schwarzgelber und schwarzweißer Anhängerschaft, es ging schon los, zweite Halbzeit, die Kicker kickten, die Zuschauer schauten zu, die Westkurve intonierte mantraartige Beschwörungsgesänge mit leicht schiefer Naturmetaphorik ("schwarz-weiß wie Schnee …"). Niemand tutete oder quatschte dazwischen. Nur visuelles Ballgeschiebe und der Singsang aus der Kurve, dazu der heiße Ebbelwoi. Ich verkroch mich tief in meinen Persianer, und eine ungekannte, nahezu meditative Ruhe breitete sich in mir aus, eine Art Selbstgenügsamkeit, ein Gefühl weitreichenden Friedens. Damit hatte ich nicht gerechnet. Mit Spannung vielleicht, Langeweile oder Genervtheit, aber niemals mit dieser Tiefenentspannung. Mache ich hier etwas sehr richtig oder sehr falsch? fragte ich mich.

Die Tiefenentspannung schlug allmählich um in das Gefühl, etwas zu versäumen, wenn hier nicht bald einmal ein Tor fällt. Fast war die zweite Halbzeit herum, Dortmund hat den Ball einmal wirklich kreuzdämlich über die Latte gesemmelt, neben mir grunzte es ungehalten und der Herr mit dem schwarzweißen Schal und ich fragten mit Unschuldsmine: Was denn? Ist doch gar nichts passiert. Jetzt bin ich schon einmal hier, jetzt will ich auch noch einen Torjubel hören, egal von welcher Seite, dachte ich. Das dachte ich ein paar Minuten lang, dann fiel es endlich, das Tor. Eins Null für die Eintracht! Daß ich das noch erleben darf! Neben mir geriet die Menge ins Jubeln, ich klatschte immerhin wohlwollend. Man muß es ja nicht gleich übertreiben. Jetzt mußte die Mannschaft in schwarzrot nur noch ein bißchen den Ball herumschussern bis zum Abpfiff, und alles ist gut. Und das tat sie auch. Und alles war gut.

Ich für meinen Teil rannte mit dem Abpfiff die sechs Stockwerke nach unten, um in einen Gang zu kommen, der aussieht wie einer der hundertfünfzig Gänge auf dem Flughafen, die man immer alle verwechselt. Noppengummi auf dem Boden, Neonlicht, Wände in hellurin gehalten, und in der Mitte ein Absperrband, die Membran zwischen drinnen und draußen. Das ist die Mixed Zone, wo die Presse lauert und ab und zu einmal ein zu einer Mannschaft gehöriger Mensch sich die Gnade gibt aufzutauchen und ein paar Sätze in ein Mikrophon zu sagen. Mir wurde geheißen, dort eifrig "Stimmen sammeln" zu gehen. Das tat ich auch und hielt mein schlimmes Aufnahmegerät in Mädchenrosa (gab keine andere Farbe) in die Menge. Damit hatte ich einen strategischen Vorteil gegenüber der Spiralblockfraktion, was mich freute, denn es war ein gar übles Geschiebe um die Spieler, die aber auch keine wirklich sensationellen Erkenntnisse beizutragen hatten. Das haben sie überhaupt nur selten. Aber hauptsache, sie treffen den Ball. Und vielleicht noch ein Tor.

Die Kollegenschaft hackte schon in ihre Laptops, ich hingegen begab mich auf den Heimweg. Dunkel war es jetzt, nur einzelne Inseln in Wurstbudenform leuchteten noch zwischen den Bäumen, umstanden von letzten feierseligen Fans. Ich quetschte mich wieder in ein S-Bahn-Abteil voller friedlich aussehender Frankfurt-Anhänger, die sich telefonisch verabredeten. Alles war ruhig. Sie hatten mit sich selbst zu tun und mit dem Sieg ihrer Mannschaft. Man ignorierte mich, und das war schön.

Zu Hause stellte ich mich lange unter eine heiße Dusche. Jetzt habe ich einen Schnupfen, aber egal.

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Meine Lieblingsbloggerin in meinem Lieblingsstadion bei meinem Lieblingsverein, Sehr schön.
Die dummsexistischen Erlebnisse aus der S-Bahn leider weniger schön. Manche würden sagen gehört halt dazu, so sind Fußballfans nunmal. Ich gehöre nicht dazu, Ein sehr großer Teil ist recht normal und weiß sich auch zu benehmen. Aber diesen anderen Teil gibt es leider auch, ein Grund für mich meist mit dem Rad zum Stadion zu fahren, weil selbst mich als Typ diese Grunzdummheit in zusammengepferchten ÖPNV-Verkehrsmitteln anekelt und abschreckt. Brauch man nicht.
Aber das im Gegensatz zu meiner Westtribüne auf den teuren Reporterplätzen noch Schnee liegt gefällt mir. Und wärmer ist es im stehen allemal.;-)

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Ach, das in der S-Bahn war noch gar nichts gegen ein Erlebnis, das ich mal in Leipzig in einer Straßenbahn zum Stadion hatte. Da war ich froh um meine Haar- und Hautfarbe. Das hier war die harmlose, wenngleich nervige Variante, die halt meint, die Sau rauslassen zu müssen, wenn Mutti zu Hause bleibt.

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Gibt es wirklich heißen Äppelwoi, oder ist das eine grandiose literaische Erfindung von Ihnen??

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Nein, das gibt es wirklich, das nennt man Apfelglühwein oder lapidar "Haaßer". Hier ist es ein Rezept dafür. Schmeckt im Grunde wie Bratapfel, nur flüssig und mit Alkohol.

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Oh, vielen Dank fürs Rezept. Das muß ich mal ausprobieren.
Hoffentlich finde ich in BY entsprechende Rohstoffe, sonst muß ich warten, bis ich wieder in die Gegend von Ffm komme!

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Wunderbare Aufzeichnung dessen, was den Fußballfan nicht, den Nichtfußballfan dafür um so mehr interessiert. So brauche ich nicht selbst irgendwann die überfüllte S-Bahn nehmen und mir die Zehen abfrieren. Dankeschön! ... und eine gute Besserung!

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schneuz danke!
Im Sommer soll es aber sehr, sehr angenehm sein dort, sagte man mir. Im Sommer wäre ich auch mit dem Fahrrad hingefahren.

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Ich bin ja redaktionsintern auch von Eintrachtern umgeben, was mir als Nichtballsportbegeistertem in gewissen (natürlich auch heute morgen wieder geführten) Debatten einen Außenseiterstatus verleiht. Aber grade hab ich sie mal mit diesem "Schlabbekigger" getriggert. Da argumentieren sie nun heftig drum, wie und wo das herkommt. Denn angeblich wurde die Eintracht wohl vor Urzeiten einmal von einem ortsansässigen Schuhfabrikanten gesponsert - was die eine Seite gerade als mögliche Erklärung für die Wortherkunft ins Feld führt. Die andere stimmt mit der Pantoffel-Theorie überein. Ich sitze da und grinse über die Erkenntnis, dass der Fußballfan als solcher schon recht leicht dazu gebracht werden kann, sich in epische Ausführungen über simple Dinge zu verrennen.

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don ferrando, selbstverständlich gibt's den Äppler auch in heiß und ich für meinen Teil ziehe ihn dem üblichen Glühwein vor. Als ich noch in heimatlichen Gefilden wohnte, kam da allerdings eine Vanilleschote rein. Möglichweise war das aber nicht de lege artis.

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Das Institut für Stadtgeschichte weiß mehr: Mit Gramlich, Mantel, Schütz, Stubb, Ehmer und Lindner standen um 1935 gleich sechs Eintracht-Spieler bei dem Frankfurter Schuhhersteller „J. & C. A. Schneider“ in Lohn und Brot. Schneider produzierte in erster Linie Hausschuhe („Schlappe“), was der Eintracht den Spitznamen „Schlappekicker“ eintrug.

Wie so oft haben also beide Seiten recht.

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Der Lösung des Rätsels käme man unter Umständen näher, in dem man die Verwendung des -oder ähnlichen- Begriffs in anderen Regionen recherchiert.

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Aha, ich kannte den Schlappekicker nur als Rundschau-Kolumne, aber die war ja jünger als die Schuhfabrik.

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Die Geschichte mit der Schuhfabrik ist schon die richtige für den Ursprung dieser Bezeichnung.. Und da die Schuhfabrik Schneider, bei der einige Eintrachtspieler angestellt waren, Juden gehörte und der Verein auch sonst viele jüdische Mitglieder und Sponsoren hatte, wurde und wird die Eintracht auch als "Juddeclub" bezeichnet. In östlich Frankfurts gelegenen Vorstädten oder von alten FSVlern natürlich gern als abwertendes Schimpfwort benutzt.
Dies und vieles mehr kann man bei einem Besuch in unserem wunderbaren Eintracht-Museum erfahren
www.eintracht-frankfurt-museum.de
Oder auch in dem Buch über die Eintracht in der NS-Zeit "Wir waren die Juddebubbe" unseres Museumsleiters Matze Thoma. www.werkstatt-verlag.de

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Hirschleder, Kaschmirfutter? Das waren bestimmt stilvolle Fingerhandschuhe. Aber bei fieser Kälte hilft nur die Regression zu den Fäustlingen. Oder weite Jackentaschen. Oder ein Muff.

Ein Muff als Fanartikel, das wäre vielleicht eine Marktlücke.

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(Merken: Beim nächsten Flohmarkt nach passendem schwarzen Persianermuff suchen.)

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Ich fände ja einen flauschigen Polyester-Muff in pink oder karibikblau interessanter, jedenfalls in Kombination mit schwarzen Hosen.

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Da! ... aber nur dezente Farben.

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Hm. Auch nicht schlecht. Aber die alten Dinger von Oma gibt's ja schon für'n Zehner, da kann man gleich das Original kaufen. (Bei Schafen, die schon richtig lange tot sind, hab ich keine Skrupel.)

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Aber Persianer stammen doch von Baby-Schafen, auch wenn sie 50 Jahre tot sind. Vielleicht hätte das die Fäns beeindruckt.

Mir ist das ja gleich, ich bestelle ja auch Pizza Tonno mit Baby-Delfinnase in der Mitte - der Beifang soll ja nicht weggeworfen werden. ;-D

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wollene Strumpfhosen, dicke Socken, ... , Mütze, Handschuhe, jeweils doppelt und gefüttert.
Na also, eine schöne Frau kann nichts entstellen. Aber so wie der Eintrag weitergeht, nehme ich den Spruch mal lieber zurück. ;-)

Was ich nie kapieren werde (und das obwohl ich naturgegeben ja viele Dinger, die Männer machen und gut finden, wenigstens ansatzweise nachvollziehen kann) ist dieses anzügliche Sprücheklopfen gegenüber Frauen. Deswegen ist doch niemals nie eine mitgekommen, um sich die Briefmarkensammlung anzuschauen.

Was fragt man denn so in der "mixed zone"? Da kommt doch übers die Kommentare der Besucher eines Schulkonzertkonzerts nicht hinaus? Böse darf man zu den Jungs nicht sein, sonst sind die oder die Fans sauer.

Jetzt habe ich einen Schnupfen, aber egal.
Gute Besserung, fette Beute und frohe, freie Feiertage. Denn an Heilig Abend oder Silvester, wo mit dem Blöckchen zu sitzen ist zwar eifrig und auch mal ganz interessant, aber muss nicht jedes Jahr sein.

Marc

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Marc, ich glaube, es geht da weniger um die Frau als um die Profilierung gegenüber der umstehenden männlichen Peergroup. Insofern wollte man sowas einfach nicht persönlich nehmen.

Die Fragen in der Mixed Zone sind in etwa die gleichen wie die, die die Fernsehtypen fragen, wenn sie die Spieler am Rasenrand abpflücken.

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Jesses! Das Fußball doch so heiter sein kann. Warum steht sowas nicht in der Zeitung? Egal. Ich bin begeistert. Übrigens hatte ich letztens auch einen Hermann. Ich hab früher nie was davon gehört.
de.wikipedia.org
Lecker.
Und außerdem gibt es eine Prämie, passend zum Anlaß, glaub ich.

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Meine Mutter hatte auch mal einen Hermann. (Das klingt jetzt für Uneingeweihte irgendwie merkwürdig.)

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Hohoho

werte Frau Diener, ich bin zwar nur noch wenige Tage Dortmunderin (und ich mag es nicht verleugnen, mein Herz gehört Bayern und Österreich), aber Dortmunddeppen, mit Verlaub, geht gar nicht. Ich habe zwar selber lange Zeit vom "Biene-Maja-Karneval" gesprochen und mir schien das alles zuvor sehr proll-lastig. Aber vor Ort habe ich die Geschichte und Bedeutung des Revierfußballs kennen gelernt und u.a. auch Vertreter vom BVB. Mein Bild ist äußerst positiv verändert und wow, die Vereine hier und auch der BVB sind nicht minder professionell & international wie der FCB, haben Löwen-Fans (Anspielung auf den anderen Verein in MUC).

Vielleicht kommen Sie mit, wenn der SuperPOTT im März nachgeholt wird - da treffen die Helden von 1997 (BVB, S04 und VfL) aufeinander.

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Ich habe gar nichts gegen Dortmunder. Nicht einmal gegen Dortmunder Fußballfans (nichts was hilft). Wenn ich wen beschimpfe, dann (meistens) mit Grund. Und diese, jawoll, Dortmunddeppen haben mir reichlich Anlaß gegeben.

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üsch doch auch nüsch.

"Und weil mich das Geschehen auf den Bildschirmen nicht interessiert, Sportgeschehen insgesamt eigentlich nicht, stehe ich hier ganz entspannt, ..."
Und weil mich das Geschehen auf den Bildschirmen nicht interessiert, Sportgeschehen insgesamt eigentlich nicht, lese ich hier ganz entspannt den tollen Artikel. Ja. toll! Danke.

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Sport ist schon interessant - wenn es wie bei Jens Weinreich um Sportpolitik geht.

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Mich interessiert es ja eher dann, wenn es um Leute geht. Und was die so antreibt.

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Naja, tut es doch, wenn einem die DFB- und Fifa-Präsidenten genug sind. ;-)

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Toller Text, ich bin mal wieder hin und weg. Jetzt brauche ich nur noch Ihre Telefonnummer, bitte!

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Hach, schön.

Der Mann rechts auf dem dritten Bild, ist das nicht ein ortsansässiger Literaturagent?

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Äääh. Gute Frage. Ich weiß jetzt ganz ehrlich nicht, wen Sie meinen. (Aber ich kenne auch nur sehr wenige Literaturagenten.)

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'einen hab ich noch'


hi,hi; kleiner Witz!wo geht's denn hier nachKönnen! , vor LACHEN!Übrigens mein Physiklehrer hatte noch den Witz auf Lager:Kunst kommt von Können und nicht von Wollen,sonst würde es Wulscht heißen! heiß, heiß, heiß...Ich wünsch Dir noch einen schönen Tag, Andrea.Bis denne,Hans  ...
[hadephy am 29.01.17 23:39]

For the (holy) sake of Fun! (or: just for Fun)


Mir is was zur Aufheiterung eingefallen, das ich Dir nicht vorenthalten möchte.Das Wär mal angebracht (Ne: nicht der Griff zum Wegschmeißen, Außer: Rofl!, he, he)(echt Der Bringer!, respektive the Burner! on three Cookies!, he, he)(kurz gesagt:J.oke W.ith A.nnouncement!):Das fragsch Du... ...
[hadephy am 01.01.17 20:24]

American Standard wisdom: "I don't feel sorry For you"


And I would conclude with some wisdom of my own, "well": 'Life isn't That complicated!'The most important goal then would be to have an appreciable agenda over the daytime!First a ball ( or what did Ms. Sanchez-Vicario say? :-) )... ...
[hadephy am 10.12.16 16:05]

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Schreiben ist kein Hobby, es ist die Zeit in der uns unsere Gedanken nicht zufrieden stellen können. Es ist der Moment in dem wir nach unserem Glück Ausschau halten und versuchen, den Steckbrief unserer Wünsche zu formen. Und geben wir... ...
[EinGedanke am 13.09.14 11:27]

ich war schon wieder in china


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[andreaffm am 12.08.14 17:04]

Ich erzähle was über den Mekong


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[andreaffm am 04.06.14 23:06]

...
Ich erzähle was über Wien. flattr.com  ...
[andreaffm am 27.04.14 13:39]

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Ist hier : www.wrint.de  ...
[andreaffm am 07.03.14 21:53]

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DA freu ich mich drauf! :-)  ...
[m8 am 07.03.14 21:42]

...
Ich erzähle was über Burundi.  ...
[andreaffm am 06.03.14 21:34]



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