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Heute, Mittwochabend, ist die Eröffnung. Aber ich hab die Tagebuch-Ausstellung schon gestern gesehen, da war nämlich Pressekonferenz, ich als lebendes Objekt anwesend und gleich von Journalisten umlagert. Besonders der dpa-Photograph stürzte sich auf mich – er hatte aber auch eine selten undankbare Aufgabe damit, eine abgedunkelte Leseausstellung zu bebildern.

So kam es also, daß ich mich an die Vitrine klebte und die Hand dahin tat, wo man mir sagte, daß ich die Hand hintun müsse. Freiwillig hätte ich die Hand da niemals hingetan, deshalb sieht das etwas gestellt aus. Naja. Das lenkt vielleicht von den leicht ungewaschenen Haaren und der glänzenden Stirn ab. Hätte ich gewußt, daß ich da zu modeln habe, hätte ich mich noch ein wenig hergerichtet.

Aber die ganze Veranstaltung ist ja auch eine Übung in sich selbst aushalten. Sich selbst in ganz groß, sich selbst vor acht Jahren, mein Gott wie peinlich das alles, überhaupt furchtbar viel ich selbst und mein altes Gerümpel hinter Glas und so tuend, als sei es irgendwie schützenswert und wertvoll. Ich hab deshalb gerade ein bißchen genug von mir. Ob die anderen nicht auch genug von mir haben? Wie halten die mich bloß alle aus?

Schlimm an dieser Selbstdarstellung ist auch, daß man das nicht in der Hand hat sondern abgibt an jemanden, der dann Stücke von einem aussucht und als repräsentativ ausstellt. Natürlich hätte man, wenn man selbst die Wahl gehabt hätte, ganz andere Stücke ausgesucht, die man selbst viel repräsentativer für sich findet. Die vor allem viel schmeichelhafter für einen sind. Aber darum geht es ja nicht.

Einigermaßen tröstlich ist nur, daß ich nicht alleine bin in der großen Ausstellung. Die Anke Gröner ist ja auch da. Und mit Zitaten vertreten sind viele nette Menschen, die ich kenne. Die Zitate sind auf Teppichboden gedruckt und in der Ausstellung verlegt, jedes mit einem Datum versehen und insgesamt 366 Stück, ein Schaltjahr also, auf dem man die ganze Zeit herumläuft. Man kann immer auf den Boden gucken und steht immer auf jemandem, der etwas sagt.

Den Katalog habe ich auch schon, der ist sehr schön gestaltet und natürlich ist wieder was über mich drin und etwas von mir und von Menschen, die ich kenne und sogar über Menschen, die ich kenne. Diese etwas familiäre Anmutung des Ganzen macht es schließlich aushaltbar, das Gefühl, in guter Gesellschaft zu sein. Aber nicht so, daß man denkt: Meine Güte, die ewiggleichen Nasen schon wieder. Tine hat sich tief hineingestürzt in die Blog-Archäologie und es ist schön, daß man das lesen kann, ohne innerlich dauernd den Kopf schütteln zu müssen, wie es bei Texten über Blogs ja leider allzuoft der Fall ist.

Die Sätze, die ich HR 2 dann ins Mikro diktiere, sind dieselben wie die vom Sonntag, die ich HR 1 ins Mikro diktiert habe. Ich wiederhole mich. Ich übe mich ein. Ich lege mich zurecht und gebe die immergleichen Antworten auf immergleiche Fragen: Warum bloggen Sie? Schreiben Sie auch ein privates Tagebuch? Was ist der Unterschied? Nur auf eine Frage weiß ich immer noch keine Antwort: Warum lesen die Leute das?

Ja, das sollte man wohl am besten die Leute fragen.

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"Warum lesen die Leute das?"
Wegen des HM-Duktus. ;-)

Die Netzeitung hat sich aber sehr verändert, seitdem ich das letzte Mal dort reingeschaut habe. So grün.

Leider schaffe ich es heute tatsächlich nicht, trotzdem ein Termin ausfiel. Ich muss noch ein Portrait schreiben und überlegen welche Stücke ich ich von der Chemiestudentin als repräsentativ darstelle.

Journalisten sind fast so schlimm wie Kuratoren. ;-)

Marc

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Ich hätte Dich ja gerne gestern von der Ausstellung aus gegrüßt, aber die Computer dort sind alle ohne Tastatur. (Und bei PCs kenne ich den Shortcut für "Tastaturfeld einblenden" nicht. Wenn die überhaupt sowas haben.)

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Das habe ich vor ein paar Tagen von einem Mitglied eines Tennisforums bekommen:

Finde, dass es eine ausgesprochen nette Idee ist, die ich während meiner Arbeit ab und an als Ausgleich aufsuche.

So ähnlich geht es mir auch. Blogs sind eine nette Unterhaltung.

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Warum schmeißt man sich in den frischgefallenen Schnee und wedelt mit den Armen? Warum hüpft man darin herum? Warum malt man mit dem Finger in Sand? Weil Menschen (und auch schon ganz kleine) Spuren hinterlassen wollen. Weil man es kann.

edit: das Foto wirkt wunderbar gestellt.

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Meistens wollen die Leute wissen, warum man sich nicht mit klassischen Formen wie Gedichte schreiben oder Romane schreiben oder Tagebuch begnügt, sondern in moderner Form davon abweicht. Warum man Gedichte schreibt, muß man niemandem mehr erklären, warum man bloggt aber schon.
Umgekehrt: Warum man Romane liest, ist klar. Warum Blogs gelesen werden, ist äußerst rätselhaft für die Menschheit da draußen.

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Tjah, zu Lebzeiten bereits im Museum verewigt, das bleibt wohl nur wenigen vergönnt. In tausend Jahren werden Studierende der KoWi an Deinem Beispiel lernen, wie die Welt war, damals, im frühen 21sten. Und am Foto ist nichts zu rütteln, nur etwas mehr Licht hier oder dort hätte nicht geschadet. Die schweigende Bloggemeinde freut sich, mal Gescheites nicht nur in Textform anzutreffen.

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Ich sei so ein klassischer Fall, an dem man die Entwicklung vom Online-Tagebuch zum Blog gut nachvollziehen könne, sagte die Frau Kuratorin. Das ist ja oft so, daß Dinge in Museen landen, weil man Entwicklungen an ihnen nachvollziehen kann.
Sehr viel Spaß gemacht hat mir übrigens der ältere Germanist, der eigentlich gar nichts mit Web zu tun hat. Kurz vorm verabschieden meinte er: "Daß sie das vom Interieur her denken, das hat mir sehr eingeleuchtet".

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Seit ich einen Führerschein habe, vermisse ich es, als Beifahrer durch die Stadt zu fahren/gefahren zu werden und dabei völlig unbedarft aus dem Fenster zu schauen.
Blogg(s?) lesen ist zwar etwas dichter am Geschehen, Ähnlichkeiten sind aber durchaus vorhanden.

PS. Man versaut es sich durch Kommentare schreiben etc.....

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hi,hi; kleiner Witz!wo geht's denn hier nachKönnen! , vor LACHEN!Übrigens mein Physiklehrer hatte noch den Witz auf Lager:Kunst kommt von Können und nicht von Wollen,sonst würde es Wulscht heißen! heiß, heiß, heiß...Ich wünsch Dir noch einen schönen Tag, Andrea.Bis denne,Hans  ...
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Mir is was zur Aufheiterung eingefallen, das ich Dir nicht vorenthalten möchte.Das Wär mal angebracht (Ne: nicht der Griff zum Wegschmeißen, Außer: Rofl!, he, he)(echt Der Bringer!, respektive the Burner! on three Cookies!, he, he)(kurz gesagt:J.oke W.ith A.nnouncement!):Das fragsch Du... ...
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And I would conclude with some wisdom of my own, "well": 'Life isn't That complicated!'The most important goal then would be to have an appreciable agenda over the daytime!First a ball ( or what did Ms. Sanchez-Vicario say? :-) )... ...
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