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die autos und ihre fahrer
andreaffm, Fr, 16.Mai.2008, 19:54 ![]() Also, das mit der Mille Miglia funktioniert ungefähr so: Entsetzlich viele Menschen treffen sich in Brescia, um alte Autos durch die Stadt zu schieben. ![]() Dabei ist es nicht so, daß man mit diesen Autos nicht auch fahren könnte, aber das kommt erst später. Um die glanzpolierten Lieblinge zu schonen, wird geschoben, manchmal sogar mit Handschuhen. Auch wenn es manchmal in harte Arbeit ausartet, wenn die Autos ein wenig schwerer und größer sind. ![]() Deswegen muß man zwischendrin auch mal was trinken, wie dieses französische Team zeigt. ![]() Die Italiener hingegen zeigen was anderes. Die zeigen Stilbewußtsein. ![]() Wie natürlich auch die Briten. Die haben sich Wollpullunder im Partnerlook gekauft. Die sind zwar ein bißchen warm in der Mittagshitze, aber erstens läßt man sich das nicht anmerken, und zweitens braucht man die am Abend. So ein altes Auto hat selten eine wirklich überzeugende Heizung. ![]() Dann sind natürlich auch Deutsche dabei. Die haben es mit dem Stil ja eher nicht so, dafür mit überragender Ingenieurskunst. Wie Mercedes letztes Jahr vorführte, deren Wagen es nichtmal bis zur Startlinie schaffte. Dieses Jahr traten sie mit einer Flügeltürenflotte an und hatten mehr Erfolg. Das macht auch optisch was her. Also das Auto, die Fahrer eher nicht so. ![]() Allen gemeinsam ist jedoch eins: Die Liebe zum alten Auto. ![]() Ob der Liebling ankommt und tatsächlich die tausend Meilen schafft, ober ob es eher eine Venti Miglia wird, weil irgendwo im Straßengraben kurz hinter Bescia der Motor qualmt, ist wirklich Glückssache. Da helfen dann Glücksbringer, die zweifelnde Fahrerin ein wenig aufzumuntern. ![]() Andere gehen mit viel sportlichem Ehrgeiz und dem entsprechenden Rennfahreroutfit an die Sache heran. ![]() Am Abend geht es dann richtig los. Nachdem die technische Abnahme überstanden ist, die vor allem dazu dient, durch die Stadt zu paradieren, alle Beifahrer mit Routenplänen versorgt sind und der offizelle Zulassungsaufkleber auf der Windschutzscheibe klebt, fällt um halb acht der Startschuß. ![]() In chronologischer Reihenfolge geht es dann durch Brescia, mit Ehrenrunde durch die Stadt, laut knatternd meistens. Spätestens jetzt sollte man sich auch einigermaßen wetterfest angezogen haben, denn die Nacht kann kalt werden. Und feucht. Und lang. Besonders in den Rennwagen ohne Dach. ![]() Man traut es den alten Karren gar nicht richtig zu, aber einige bekommen noch ein ganz ordentliches Tempo drauf. Wer hier wohnt, hängt am Fenster oder hat sich einen Tisch in einem der Straßencafés entlang der Route reserviert und begrüßt jeden Fahrer mit lautem Jubel. ![]() Dann wird es langsam dunkel, hoffentlich funktioniert das Licht, dann geht es raus aus der Stadt und Richtung Norden bis zum Rand des Gardasees nach Peschiera, dann weiter nach Osten. Inzwischen hat es angefangen zu regnen. Überall an den Kreiseln und in den Städten stehen die Leute mit Schirmen und erwarten die Vorbeifahrenden. Die kündigen sich meist schon durch das Geräusch an, manchmal ist es dann aber doch nur eine Vespa. So geht das noch bis Mitternacht, dann sind der erste Tag und die erste Etappe geschafft. ![]() ... comment |
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